Gruenewald 1924 | Book List

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Hiob / Job / Ijob 17

Job 17:1 "Dahin ist meine Lebenskraft, und meine Tage, die verflossen, sind für mich ebensoviel Gräber.

Job 17:2 Wahrhaftig! Tadler sind bei mir; mein Auge muß auf ihrem Hader weilen. -

Job 17:3 Setz ein! Jedoch Du hast schon meinen Einsatz. Wer gäbe sonst mir Handschlag?

Job 17:4 Ihr Herz verschlossest Du der Einsicht; drum darfst Du sie nicht triumphieren lassen.

Job 17:5 Es hieße, Freunden einen Anteil zuerkennen, die eigenen Kinder aber darben lassen.

Job 17:6 Zum Sprichwort macht er mich für alle Welt; wie einer, dem man ins Gesicht speit, bin ich jetzt.

Job 17:7 Die Augen sind vor Kummer blind; wie Schatten schwindet hin mein Leib.

Job 17:8 Die 'Frommen' staunen drüber, 'Unschuldige' jubeln über den Verruchten.

Job 17:9 Recht fest an ihrem Wege halten die 'Gerechten', aufs neue schöpfen Kräfte diese 'Biederen'.

Job 17:10 Wenn ihr auch allesamt herbeikommt, ich finde keinen Weisen unter euch.

Job 17:11 Hinschwinden meine Tage; dahin sind meine Pläne, die Herzenswünsche.

Job 17:12 Nacht macht man mir für Tag, das Licht noch dunkler als die Finsternis.

Job 17:13 Muß ich schon in der Unterwelt auf eine Wohnung rechnen, erhalte ich mein Ruhbett in der Finsternis.

Job 17:14 Und muß ich 'Vater!' zur Verwesung sagen und zum Gewürme 'Mutter!', 'Schwester!',

Job 17:15 wo bleibt da meine Hoffnung? Wer kann noch Glück für mich erspähen?

Job 17:16 Sie steigen in die Unterwelt, wenn wir gemeinsam in dem Staube ruhen."