Gruenewald 1924 | Book List

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Hiob / Job / Ijob 18

Job 18:1 Darauf erwiderte Bildad von Schuach:

Job 18:2 "Wie lange steht's noch an, bis daß ihr Schluß mit diesen Worten macht, bis ihr belehrt und wir erwidern können?

Job 18:3 Warum sind wir wie Vieh geachtet, nach eurer Ansicht wie vernagelt?

Job 18:4 Der du in deiner Wut dich selbst zerfleischst, soll deinetwegen gar die Welt sich selber überlassen sein? Und soll der Fels von seiner Stelle rücken?

Job 18:5 Jedoch des Frevlers Licht verlischt; nicht brennt mehr seines Herdes Feuer.

Job 18:6 Das Licht verfinstert sich in seinem Zelt, und seine Leuchte über ihm erlischt.

Job 18:7 Im besten Alter lahmt sein Schritt; sein eigener Rat bringt ihn zu Fall.

Job 18:8 Sein Fuß wird in dem Netz verstrickt, und im Gestrüpp verfängt er sich.

Job 18:9 Die Ferse hält der Fallstrick fest, und Schlingen klammern sich an ihn.

Job 18:10 Versteckt am Boden ist das Seil; die Falle liegt am Weg für ihn.

Job 18:11 Die Schrecken lagern sich um ihn und machen, daß er Angst bekommt. -

Job 18:12 Die Kinder sollen Hunger leiden, und Unheil sei bereit für seine Gattin!

Job 18:13 Die Glieder seines Leibs verzehre, des Todes Erstgeborener verzehre seine Glieder! -

Job 18:14 Aus seinem Zelte, seinem Glücke wird er fortgerissen; man führt ihn zu dem Schreckenskönig.

Job 18:15 Man wohnt in seinem Zelte ohne ihn; auf seine Wohnung streut man Schwefel.

Job 18:16 Von unten dorren seine Wurzeln, und oben welken seine Zweige.

Job 18:17 Und von der Erde schwindet sein Gedächtnis; kein Name bleibt ihm bei den Leuten draußen.

Job 18:18 Man stößt ihn aus dem Licht in Nacht und treibt ihn aus der Welt hinaus.

Job 18:19 Nicht Schoß noch Sproß hat er im Volk; nicht einer bleibt in seiner Wohnung übrig.

Job 18:20 Ob seines Schicksals starrt der Westen, und die im Osten faßt ein Grauen.

Job 18:21 Dies ist des Frevlers Los, und dahin kommt's mit dem, der nichts von Gott mehr wissen will."