Gruenewald 1924 | Book List

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Psalmen 49

Psa 49:1 Auf den Siegesspender, von den Korachiten, ein Lied. (49:2) Ihr Völker alle, hört! / Ihr Weltbewohner all, merkt auf!

Psa 49:2 (49:3) Gemeine Leute, Herrensöhne, / ihr all zusammen, reich und arm!

Psa 49:3 (49:4) Mein Mund trägt Weisheit vor, / und meines Herzens Dichtung ist voll Einsicht.

Psa 49:4 (49:5) Ich lausche einem Spruch, / mein Lied mit Zitherspiel beginnend:

Psa 49:5 (49:6) Warum soll ich in Unglückstagen zagen, / wo meiner Gegner Bosheit mich umgibt,

Psa 49:6 (49:7) die auf ihr Gut vertrauen, / sich ihres großen Reichtums rühmen?

Psa 49:7 (49:8) Nicht einer kann sich selbst loskaufen, / nicht einer Gott für sich ein Lösegeld erlegen,

Psa 49:8 (49:9) zu teuer ist der Loskauf ihrer selbst / und so für alle Zeit unmöglich,

Psa 49:9 (49:10) daß er für immer lebe / und nicht die Grube sehe.

Psa 49:10 (49:11) Da sieht man Weise sterben, / wie Tor und Narr vergehn / und andern ihr Vermögen hinterlassen.

Psa 49:11 (49:12) Für immer ist ihr Grab ihr Haus, / für alle Zukunft ihre Wohnstätte, / sie, deren Namen Weltruf hatten.

Psa 49:12 (49:13) Der Mensch bleibt nicht im Ansehen, / er gleicht den Tieren, die man würgt.

Psa 49:13 (49:14) Das ist ihr Lauf; das ist's, was ihrer wartet, / und was nach ihrem Ende wird, das können selber sie erzählen. (Sela.)

Psa 49:14 (49:15) Sie sind den Schafen gleich, die für die Unterwelt der Tod schon weidet; / der führt sie unparteiisch bald hinab, / zur Unterwelt, zu ihrer Wohnung, / wo ihr Gespenst verschwindet.

Psa 49:15 (49:16) Doch Gott behütet meine Seele vor der Unterwelt; / er nimmt mich mit. (Sela.)

Psa 49:16 (49:17) Sei unbesorgt! Wenn einer sich bereichert, / wenn seines Hauses Überfluß sich mehrt,

Psa 49:17 (49:18) beim Sterben nimmt er doch nicht alles mit; / sein Reichtum folgt ihm nicht hinab.

Psa 49:18 (49:19) Er schätzte sich dann mit dem bloßen Leben glücklich, / und priese glücklich dich, daß dir's noch gut ergeht.

Psa 49:19 (49:20) Doch muß er zum Geschlechte seiner Väter gehen, / die nimmermehr das Licht erblicken.

Psa 49:20 (49:21) Der Mensch bleibt nicht im Ansehen, / er gleicht den Tieren, die man würgt.